Zu viel Plastikmüll im Meer  

 

 

Am Dienstag, den 8. Mai 2018 gingen wir in einen Raum der Mittelschule. Dort erwarteten uns schon Selina und Mareike vom Erfahrungsfeld der Sinne mit dem Projekt „Plastik im Meer“.
Wir hatten unseren gesammelten Müll mitgenommen, denn den würden wir später brauchen. Zuerst setzten wir uns in den Sitzkreis und begrüßten uns. Selina fragte, was wir vom Erfahrungsfeld noch alles kennen. Ja, es wussten viele noch etwas darüber. Danach bildeten wir vier Gruppen, weil es vier Stationen gab und durften aus großen blauen Fässern angeln. Dazu stand der erste aus der Gruppe auf einer Plattform und hatte eine Angel mit einem Magneten. Alles, was wir heraus zogen, sammelten wir in Körben, damit nichts durcheinander kam. Selina ließ einen Gong erklingen, dann kam das nächste Kind dran. So angelte jedes Kind ungefähr gleich lange. Einer angelte Fische, aber viele zogen nur Müll heraus. Anschließend trafen wir uns wieder im Kreis und schütteten unsere Körbe auf der Decke aus, damit wir sehen konnten, was die anderen hatten. Nun sortierten wir die Sachen nach essbar und nicht essbar. Der Haufen mit Müll war viel größer. Jetzt sollten wir noch vermuten, wie lange es dauert, bis sich verschiedene Plastikteile aufgelöst haben. Dazu hatten die Beiden Körbe und Bilderrahmen mit Zeitangaben vorbereitet: 1-5 Jahre, 20 Jahre, 50 Jahre und 450 Jahre. Mit vielen Vermutungen lagen wir richtig, den Rest löste Mareike für uns auf. So erfuhren wir, dass das meiste Plastik ca. 450 Jahr dafür braucht. Unglaublich! Dann aber ist es nicht weg, sondern bleibt als Mikroplastik weiter da. Wie aber kommt das Plastik ins Meer? Wir waren überrascht, dass z.B. die Waschmaschine Mikroplastik aus unserer Kleidung ausspült. Sofort überprüften wir die Schildchen in unserer Kleidung. Oh je, so viel Kleidung aus Plastik! Das hatten wir nicht gedacht! In Zukunft wollen wir beim Einkaufen besser darauf achten und Plastikkleidung möglichst vermeiden, so dass unsere Umwelt mehr geschont wird.
Wo aber bleibt das Plastik, wenn es im Meer gelandet ist?
Das erklärte uns Mareike. Sie erzeugte in einem großen hohen Wasserbehälter mit einem Schneebesen einen Wasserstrudel, damit wir sehen konnten wie er sich dreht. Dort hinein warf sie kleine Plastikstücke. So bewies sie uns, dass die Plastikstücke hineingezogen werden und nicht wieder heraus können. Mit Hilfe einer Weltkarte zeigte sie uns, wo fünf riesige Müllstrudel in unseren Meeren sind. Jeder Strudel ist übrigens so groß wie Westeuropa. Das konnte man dank der Karte gut erkennen. Damit wir uns das gut merken können, sollten wir im Anschluss selber so eine Weltkarte basteln. Dazu wurden wir in Gruppen eingeteilt, so dass jeder mithelfen konnte. Ein Kind zerschnitt Plastik in kleine Fitzelchen. Ein anderes Kind klebte diese mit Leim auf einen blauen Kreis, um unsere eigenen Müllstrudel herzustellen. Jede Gruppe hatte außerdem einen Kontinent aus Papier. Wir suchten ihn zuerst auf der Weltkarte und klebten ihn dann an die richtige Stelle auf einem großen blauen Tuch. Die Müllstrudel kamen ebenfalls an ihre Stellen. Diese riesige Weltkarte durften wir zur Erinnerung später mit ins Klassenzimmer nehmen. Es gab ein paar Klebepunkte in einzelnen Ländern. Selina erklärte uns, dass es dort bereits einige Aktionen gibt, um Plastik zu vermeiden. Deutschland war noch nicht dabei. Zum Abschluss machten wir noch ein Gruppenfoto vor unserer Landkarte.
An diesem Tag lernten wir viel über Plastikmüll, wie er in unsere Meere kommt, was er dort macht und dass er nie wieder verschwindet. Wir nehmen uns für die Zukunft vor mit Plastik sparsamer zu sein und es nach Möglichkeit zu vermeiden. Unsere Umwelt wird es uns danken.

 

 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 

  Letzte Aktualisierung: 13.05.2018