Stadtführung in Nürnberg unter dem Motto: Schichtwechsel (Klasse 8)  

 

 

Obdachlose in Nürnberg - wir sehen sie schon, wenn wir mit dem Zug in Nürnberg ankommen und in die Stadt weitergehen. Wir machen einen Bogen um sie, irgendwie haben wir Angst, die sind so komisch …
Eindrücke und Gedanken, die uns immer dann durch den Kopf gehen, wenn wir in eine größere Stadt kommen und Obdachlose sehen, die am Bahnhof oder unter Brücken rumlungern.
Die 8. Klasse war deshalb in Nürnberg und hat sich mit einem Menschen getroffen, der selber von Obdachlosigkeit betroffen war und jetzt für den Verein Straßenkreuzer Stadtführungen macht, die uns Orte in der Stadt zeigen, wo Obdachlose Hilfe finden können.
Markus, so heißt er, zeigte uns eine Notschlafstelle für Männer. Dort können sie abends hinkommen, wenn sie, vor allem bei Kälte und Nässe, nicht wissen, wo sie die Nacht verbringen sollen. Morgens bekommen sie noch ein Frühstück und dann müssen sie wieder gehen.
Spannend wurde es, als Markus ganz offen von seinem Leben erzählte. Drogengeschäfte brachten ihn ins Gefängnis und im Anschluss daran war er obdachlos. Er suchte sich Hilfe und ist jetzt so weit, dass er seit 2 Jahren diese Stadtführungen macht und was noch viel besser ist, dass er im Sommer eine eigene Wohnung beziehen kann.
Wir haben sehr viele Eindrücke mitgenommen und werden beim nächsten Stadtbesuch Obdachlose, die den Straßenkreuzer (Zeitung) verkaufen oder am Bahnhof sitzen, sicher anders sehen - als Menschen, die genauso viel wert sind wie du und ich.

 

  Letzte Aktualisierung: 23.03.2018